Die Aufnahme der Mindestaufnahmekapazitäten von Traumapatienten durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) in das Weißbuch Schwerverletzten-Versorgung wäre für die Planung von Massenanfällen von Verletzten (MANV)/Bedrohungslagen sowohl für die jeweiligen Traumazentren wie auch für die jeweiligen Rettungsdienste hilfreich.

Durch die Verknüpfung mit den zusätzlichen, über den Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst e. V. (BV-ÄLRD) erfassten Ressourcen des Krankenhaus(KHS)-Katasters stehen derzeit über 1300 Kliniken für die Zuweisung von Patienten zur Verfügung.

Dabei könnte ohne Abstimmungsbedarf bei derzeit 626 Traumazentren eine rechnerische Sofortzuweisungskapazität für 6260 Patienten, ergänzt um die doppelte Patientenzahl nach Krankenhauseinsatzplanaktivierung zur Verfügung gestellt werden.

Hierfür erforderlich: – ist die Festsetzung der Mindestaufnahmezahlen der Traumazentren in das Weißbuch Schwerverletzten-Versorgung DGU, unterteilt nach lokalem, regionalem und überregionalem Traumazentrum (für sofort und nach Hochfahren des Krankenhausalarms) zur Planungssicherheit im Rettungsdienst und in den Krankenhäusern, – ist die Einforderung einer bundesweit einheitlichen dynamischen Kommunikationsstruktur, die eine bundeslandübergreifende Kommunikation zwischen den Leitstellen und den Krankenhäusern ermöglicht, sowohl im Tagesgeschäft wie auch bei MANV/Bedrohungslagen, – sind bundesweit einheitliche rechtliche Rahmenbedingungen bei MANV/Bedrohungs- und Katastrophenlagen, – ist die bundesweite verbindliche Datenpflege aller Krankenhäuser im KHS-Kataster durch die hierfür verantwortlichen ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD).